Einfache Dur-Akkorde

Die folgenden Akkorde sind werden bereits auf unzähligen Webseiten beschrieben. Aber nur wer die Akkorde auch versteht, kann sie später mit Leichtigkeit abwandeln oder zu anderen Akkordtypen ändern und irgendwann jeden beliebigen Akkordtyp sofort selbst auf dem Griffbrett "zusammenbauen", anstatt unzählige Akkorde auswendig lernen zu müssen.

Ein Dur-Akkord besteht aus 3 verschiedenen Tönen: Grundton (1) , große Terz (3) und Quinte (5) . Unklar? → siehe auch Lektion Intevalle.

Diese Töne können in unserem Gitarren-Griff in beliebiger Reihenfolge und auch mehrmals vorkommen. Der Grundton sollte in den meisten Fällen der tiefste Ton sein (außer man spielt mit einem Bassisten zusammen) - muss aber nicht.

Die folgenden 5 Akkorde bilden die Grundlage für alles Kommende und teilen sich in 2 Gruppen:

  • die ersten zwei Akkorde (C und G Dur) beginnen vom tiefsten Ton weg in der Grundform (1 3 5). Danach wiederholen sich manche Töne.
  • in der zweiten Gruppe (E, A und D Dur) folgt auf den Grundton die Quinte, dann nochmal der Grundton (eine Oktave höher) und dann kommt die Terz. Die Reihenfolge der Intervalle beginnt also mit 1 5 1 3.

Es ist viel wichtiger, die Intervalle eines Akkords/Gitarrengriffs zu kennen als die Namen der Töne (Du kennst sie? super! Auch das ist natürlich nützlich).

C Dur und G Dur:   Grundton - Terz - Quinte ...

1 3 5 ...

◉ Am besten blendest Du Dir gleich einmal die Intervalle ein und vergleichst die Struktur der beiden Akkorde.

In beiden Akkorden bilden die tiefsten drei Töne mit Grundton (1), großer Terz (3) und Quinte (5) bereits den kompletten Dur Dreiklang. Danach erklingen manche Töne erneut.

Einen doppelten Ton kann man auch weglassen - z.B. die Terz nach dem Grundton: beim G Dur klingt es tatsächlich schöner, wenn man das B (dt "H") gar nicht spielt und die A Saite dafür abdämpft.

Eine andere Variation: man erhöht den zum zweiten Mal vorkommenden Grundton um 2 Bünde und spielt dafür eine None. Das gibt einen add9 Akkord, ein oft toller Ersatz für einen platten Dur Akkord. Beispiele für derart abgeänderte Akkorde gibt es z.B. bei diesen Akkordfolgen. Manchmal sind diese sogar einfacher zu greifen.

Als Akkordsymbol erhält ein Dur Akkord lediglich den Großbuchstaben des Grundtons.
Ein "C" Akkord ist also ein C Dur Akkord.

E , A und D Dur:   Grundton - Quinte - Grundton - Terz ...

1 5 1 3 ...

Bei der anderen Gruppe folgt auf den Grundton zunächst die Quinte, dann kommt (wie bei der ersten Gruppe) Grundton, große Terz, etc... (je nachdem, über wieviele Saiten der Griff geht).

In der Rockmusik spielt man oft nur die untersten beiden Töne, Grundton (1) und Quinte (5) ...evtl. noch die Oktave des Grundtons - der Rest wird weggelassen . Das nennt sich "Power Chord".

Geschrieben wird ein Power Chord z.B. E5, G5 oder A5